Die Quantenrechner kommen. Jedenfalls "haben wir vielleicht schneller so einen Quantencomputer als wir denken", sagte kürzlich Jörg Wrachtrup von der Uni Stuttgart. Dort hat sein Team mit großzügigem experimentellem Setup einen Mini-Quantencomputer mit drei Qubits (realisiert durch drei Kernspins der Atome Stickstoff und zweimal Kohlenstoff C-13) im Diamantgitter zum Laufen gebracht.

Das Problem ist ja, dass die verkoppelten-verschränkten Quantenzustände der Qubits mit der Zeit wegdriften -- Quantenrechner machen Fehler. Hauptgrund sind die Umgebung und die Temperatur, die stören. Daher braucht es eine effiziente Fehlerkorrektur, also spezielle Rechenvorschriften im Gesamtsystem, um diese Drift zu kompensieren. Genau das ist Wrachtrups Doktorand Gerald Waldherr (29) gelungen. Hier auch der Link auf die zugehörige Publikation im Fachmagazin Nature und mein Stück in der Stuttgarter Zeitung.

Waldherrs Kollege Ya Wang hat mir auch eine nette Fortbildung in Sachen Quanteninformationsverarbeitung gegeben. Am Tableau rechnete er vor, dass man zum Knacken aktueller Internetverschlüsselung (RSA-Schlüssel mit 1024 Bits) rund 4.000 Qubits bräuchte. Ob es jemals einen solchen Quantencomputer gibt, ist völlig offen.


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Last update 30.10.2018

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